Egal, welchen Menüpunkt der Besucher von Günther Höhfelds Website öffnet, er trifft auf einen grauhaarigen Mittfünfziger, der ihn zufrieden und glücklich anlächelt. Es ist Günther Höhfeld selbst, der den Besuchern seiner Website ein Lächeln schenkt. Ein Lächeln, das authentisch ist und jenes Glück ausstrahlt, mit dem Günther Höhfeld morgens erwacht und abends einschläft.

Günther Höhfeld ist Journalist, Theologe, Psychologe, Gründer von Beratungsfirmen und herzkrank. 1999 ist bei ihm eine besonders seltene Ausprägung eines Tumors im Herzen festgestellt worden, dessen operative Entfernung weit über das hinaus geht, was im medizinischen Sinne ein Routineeingriff bedeutet. Nach der schwierigen, aber erfolgreichen Operation findet sich Günther Höhfeld in der Reha wieder – er solle wieder fit werden. Doch fit wofür? Was kann der Körper, was kann vielmehr der Kopf, also die Psyche, nach einem solchen biografischen Einschnitt noch leisten beziehungsweise ertragen?

Ausgehend von seinen Erlebnissen aus der Reha professionalisiert sich Günther Höhfeld zum Herzcoach. Seither fungiert er als Experte in eigener Sache und steht herzkranken Menschen als Berater für berufsspezifische Anliegen zur Seite. Er ist eine helfende Hand beim Neusortieren der Puzzleteile des Alltags und Berater für einen möglichst reibungslosen beruflichen Wiederanschluss. Was Günther Höhfeld jedoch von Psychologen und Ärzten unterscheidet, ist offensichtlich: Er versteht, wie es im Inneren von Betroffenen aussieht, wenn sie ihm von Ängsten und Zweifeln berichten. Gleichsam beherrscht er die Fähigkeit, Zuversicht zu vermitteln und den Weg mit vielen Hürden, der nach einer solchen Erkrankung vor den Betroffenen liegt, in einen persönlichen Entdeckungsprozess umzuwandeln.

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In diesem Monat erschien Günther Höhfelds Buch „Der Cardio-Coach“, in dem er fundiert und eindrucksvoll ein mutig innovatives Beratungskonzept für herzkranke Führungskräfte und Angehörige von Herzkranken präsentiert. Der Fokus liegt  auf Inhalten aus dem alltäglichen Leben. Der Autor legt den Betroffenen ein Konzept mit Augenmerk auf positive Beziehungen und Emotionen, aber auch mit viel Motivation und Engagement ans Herz. Für Günther Höhfeld ist eine Herzerkrankung kein Kriterium für ein Ausscheiden aus der Führungsposition oder dem Berufsleben, sondern sie ist vielmehr der Motor für eine grundsätzliche Veränderung des eigenen Lebens. Mithilfe des HEART-Modells (Hope, Engagement, Achievment, Relationship, Transcendence) ermutigt er Betroffene, die Erkrankung als Chance zu verstehen und sie als Schlüssel zur persönlichen Resilienz und Antriebskraft zu nutzen.

http://www.campus.de/buecher-campus-verlag/business/fuehrung/der_cardio_coach-10407.html

Günther Höhfeld hat seine Krankheit als Motivation genutzt, um Betroffene zu unterstützen und selbst das Leben als ein Geschenk zu verstehen. Hand aufs Herz: Ich kann nachvollziehen, dass mich, egal welchen Menüpunkt auf Günther Höhfelds Website ich öffne, ein grauhaariger Mittfünfziger zufrieden und glücklich anlächelt.

http://www.guenther-hoehfeld.de/home/

Gemeinsam mit seiner Frau gründet Günther Höhfeld auf einem Winzeranwesen in der Nähe von Mainz „Höhfelds Hof“, ein Zentrum, in dem sich das Ehepaar auf die Beratung von Unternehmen und Privatpersonen in Selbst- und Gesundheitsmanagement fokussiert. Weitere Themen sind die Krisen- und Stressbewältigung, Selbst-Führung sowie Grenz- und Veränderungssituationen. Günther Höhfeld ist nicht nur Herzcoach für Betroffene, sondern auch Ausbilder von Beratern und Coaches.

http://www.hoehfelds-hof.de/

Text: Lukas Stitz